"Kunst und Schach sind nur
 verschiedene Felder, in
 denen dieselbe Poesie
 Ausdruck findet."

       Wladimir Kramnik

Schachclub Klosterreichenbach e.V.

Spielbericht Verbandsrunde 2017/18 - 9. Runde - 21. April 2018

Mit einer 2:6-Packung gegen Dotternhausen in die Sommerpause

Es sei deutlich ausgesprochen: Mit einer verdienten Niederlage beendeten wir letzten Samstag die Saison 2017/18. Mit nur sieben Spielern - und dadurch auch nur mit wenig Motivation - fuhren wir nach Dotternhausen und handelten uns so auch verdient die dritte Niederlage in dieser Runde ein.

Das Geschehen ist schnell zusammengefasst. Nach zwei Stunden standen die beiden Peter und Kevin bereits auf Verlust. Die Gründe dafür waren zwar verschieden, aber irgendwie doch gleich. Es fehlte an der notwenigen Konzentration und da nehme ich mich selbst nicht aus. Die Luft war einfach raus. Einzig Markus (Remis) und Hans (Gewinn) konnten an ihre bisherige Form anknüpfen und holten so eineinhalb der beiden letzten Brettpunkte dieser Saison. Nach drei Stunden war es auch bei Bayram vorbei und ich selbst hatte wirklich Glück, dass Leo Predikant auch nicht den besten Tag erwischt hatte und ich deshalb mit einem glücklichen Remis zufrieden sein müsste.

Damit geht eine kuriose Spielzeit zuende. Mit acht Punkten sind wir gerade so nicht abgestiegen. Verrückt, mit nur vier Punkten mehr wären wir sogar aufgestiegen. So eng ging es schon seit Ewigkeiten nicht mehr zu.

Und unsere Leistung? Ich sage einmal: Durchwachsen. Wir haben gegen die beiden Aufsteiger 4:4 gespielt, aber gegen beide Balinger Mannschaften verloren, was nicht hätte passieren dürfen. Unser größtes Manko liegt in der geringen Anzahl der uns zur Verfügung stehenden Stammspieler. Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist es am letzten Wochenende wieder einmal passiert, dass wir nicht vollzählig antreten konnten. Das ist bitter. Zudem macht uns das ständige Aufrücken zu schaffen. Während wir an den mittleren und hinteren Brettern gut gepunktet haben, haben wir vorne einfach zuwenig Substanz. Dass wir dieses Jahr nicht abgestiegen sind, haben wir vor allem Markus, Hans und Kevin zu verdanken. Auch bei den "Nachrückern" hat leider nur Sven eine positive Bilanz. Er hat uns zweimal wirklich den A... gerettet.

Was bleibt? Wir sind nicht abgestiegen, obwohl wir Abstiegskandidat aufgrund der beschriebenen Verhältnisse waren. Die neue Aufteilung der Klassen mit 10 Mannschaften in einer A-Klasse macht uns zu schaffen. Was bleibt ist die Hoffnung, dass wir in der nächsten Runde mit zwei neuen starken Spielern an den vorderen Brettern besser dastehen. Auch an der bisherigen Aufstellung müssen wir Änderungen vornehmen. Schauen wir einmal auf die neuen DWZ und handeln dann.

Am Ende gratulieren wir Pfalz und Horb zum Aufstieg in die Kreisklasse. "Ihr habt's verdient, auch wenn Ihr gegen uns nicht gewonnen habt!" Für uns ist das natürlich bitter, denn mit Pfalz und Horb gehen die räumlich nahegelegenen Mannschaften nach oben und wir fahren zweimal mehr fast 100 km weit zum jeweiligen Spielort. Aber sei's drumm. Wir werden auch das meistern.

Klaus Dilper

Vereinspokal 2017

Horst Bäuerle gewinnt den Vereinspokal 2017

Das Finale im Vereinspokal zwischen Horst Bäuerle und Sascha Hittler war eine spannende Partie. Die Kontrahenten lieferten sich einen Kampf, die Horst mit den weissen Steinen mit 1. c4 in ein Abspiel der englischen Eröffnung leitete. Zunächst verlor Sascha einen Bauer im 12. Zug, den Horst aber im 27. Zug wieder zurückgab. Nach dem 32. Zug landeten dann die beiden in einem kniffligen Bauernendspiel - jeder hatte noch sechs Bauern auf dem Brett - und im 46. Zug einigten sich beide auf ein Remis.

In den folgenden Blitzpartien setzte sich dann letztendlich die Routine von Horst Bäuerle gegen Sascha Hittler durch.

Herzlichen Glückwunsch Horst zum Pokalsieg 2017.

Paarungsliste der 4. Runde  
TNr Teilnehmer - TNr Teilnehmer Ergebnis
1. Bäuerle,Horst - 8. Hittler,Sascha 1 - 0

Spielbericht Verbandsrunde 2017/18 - 5. Runde - 13. Januar 2018

Lokal-Derby endet Unentschieden

Wieder war es einmal soweit: "Pfalz kommt!"

Wie immer, wenn dieser Ruf erschallt, herrschte auch diesmal in der Mannschaft eine Mischung aus Vorfreude und selbstauferlegter Erwartungshaltung. Ist ein Sieg gegen Dornstetten-Pfalzgrafenweiler doch das Beste was einer Klosterreichenbacher Mannschaft passieren kann. Dass es diesmal nicht ganz gereicht hat lag jedoch nicht an einer überzogenen Erwartungshaltung, sondern an der Tatsache, dass man in Pfalz eben auch Schachspielen kann und wir im Grunde - gemessen an der DWZ - die spielschwächere Mannschaft sind.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wäre Pfalz mit ihrer kompletten Mannschaft aufgelaufen, hätten wir diesmal wohl das Nachsehen gehabt, denn Martin Willms musste krankheitsbedingt passen und so blieb das 1. Brett von Pfalz unbesetzt, was mir seit vielen Jahren einmal wieder einen kampflosen Punkt einbrachte.

Umso besser war, dass Peter Braun einen extrem schnellen Punkt an Brett 8 einfahren konnte, so dass wir bereits nach einer guten Stunde 2:0 in Führung lagen. Dann tat sich die nächsten zwei Stunden an den Brettern nichts Entscheidendes, so, dass es wie so oft bei Turnierpartien, auf die letzte reguläre Stunde ankam, und die hatte es auch in sich. Zuerst verlor Bajram Hodza an Brett 2 seine Partie und dann unterlief Sven Schröder an Brett 7 in besserer Stellung ein kapitaler Fehler, der unverzüglich zum Verlust seiner Partie führte.

Damit war unser Vorsprung weggeschmolzen wie Schnee in der Sonne. "Hans im Glück" machte seinem Namen diesmal alle Ehre, denn er schaffte es tatsächlich in einer fast aussichtslosen Stellung durch ein Springeropfer in ein Endspiel König gegen König + Randbauer + Läufer der falschen Farbe abzuwickeln, was bekanntlich in einem Remis endet, wenn der schwächere König das Umwandlungsfeld unter Kontrolle hat.

Nach über drei Stunden stand es also 2.5:2.5 und die restlichen drei Partien hatten es allesamt in sich. Peter Schröder verlor eine Figur, und opferte noch eine zweite in der Hoffnung auf ein Dauerschach, was ihm aber leider nicht vergönnt war. Es lag also an Kevin und Markus Reuff zu retten was noch zu retten war. Kevin, der in der ganzen Partie gegen meinen ehemaligen Schüler Matthias Umpierrez an Brett 5 beengt stand, verlor einen Bauern, konnte diesen aber durch ein Läuferopfer auf h2 mit anschließendem Rückgewinn der Figur wieder ausgleichen. Mit nur noch wenigen Minuten auf der Uhr bei beiden, einigten sich die jungen Kampfhähne dann nach fast vierstündigem Fight auf ein Remis.

Die Partie des Abends aus unserer Sicht spielte aber Markus Reuff, der mit Waltraud Morlock niemand Geringeres als die Grand Dame d'échecs aus Pfalz als Gegnerin hatte. Schon recht früh war die Spielanlage auf dem Brett klar, ergab sich doch aus der Eröffnung eine Stellung, in der Waltraud einen Isolani auf der d-Linie zu verteidigen hatte. Markus gelang es, den Vorstoß des Isolanis lehrbuchmäßig mit einem Springer zu verhindern, und konterte zudem den folgenden Angriff seiner Gegnerin mit ausgezeichnetem Stellungsspiel. Die etwas zu offensiv agierende Waltraud Morlock unterschätzte den von Markus in die Wege geleiteten Gegenangriff und sah sich, fast wie aus dem Nichts, mit einem Bauernvorstoß konfrontiert, den Markus am Ende mit einer taktischen Fesselung in ein unabwendbares Matt überführte. Chapeau Markus! Das war eine echte Meisterleistung.

So wurde es zwar nichts mit dem vierten Sieg in Folge gegen Pfalz, aber mit dem leistungsgerechten 4:4 können beide Seiten zufrieden sein.

Klaus Dilper

Einzelergebnisse

 

Spielbericht Verbandsrunde 2017/18 - 3. Runde - 21. Oktober 2017

Pflichtsieg ohne großen Glanz

Das Ergebnis zählt - 5:3 gegen Spaichingen 3.

Wir mussten gewinnen, wenn wir die Chance des Klassenerhalts erhalten wollten. Wieder "ohne Drei", ansonsten komplett, verbuchten wir am Ende einen klaren Sieg, der aber erkämpft sein wollte.

Der Startschuss zum zweiten Mannschaftssieg fiel diesmal recht früh. Zum ersten Mal mussten wir nicht einem Rückstand hinterherlaufen, denn Peter Schröder an Brett 3 gewann im Eiltempo, allerdings durch tatkräftige Mithilfe seines Gegners, dem einige frühe Fehler unterliefen. Dann wurde es lange Zeit spannend, denn Markus Reuff an Brett 4, Kevin Dilper an Brett 5 und Sven Schröder an Brett 7 sahen sich ungestümen Angriffen ihrer Gegner ausgesetzt. Hier war genaues Spiel gefordert, und das wurde von allen drei Mannschaftskameraden geliefert. Nacheinander setzte sich an den genannten Brettern die bessere Spielstärke durch und wir lagen schließlich 4:0 vorne. Etwas später gewann auch Hans Glück seine Partie ohne große Probleme und damit waren die notwendigen Punkte auch schon eingefahren.

Wermutstropfen gab es allerdings auch, denn die anderen drei Partien an Brett 1, 2 und 8 gingen verloren. Bajram Hodza konnte seine Partie lange offen gestalten, verlor dann aber unnötigerweise sein Bauernendspiel mit einem Minusbauern und Fritz Holzer musste sich als Letzter dem immensen Druck seines Gegners beugen.

Meine eigene Partie stand wieder einmal mehr im Zeichen der Zeitnot. Wie in der letzten Partie gegen Balingen gelang es mir nicht, eine klar gewonnene Stellung in aller Ruhe nach Hause zu schieben - im Gegenteil. Beide Male fand ich den sicheren Gewinnweg nicht und lies zu, dass meine Gegner die Stellung verkomplizieren konnten, was sich in Zeitnot meist verheerend auswirkt. Die Fehler folgten dann auf dem Fuß. Die neue Zeitregelung tut ein Übriges. Hier ist Nachjustage gefordert.

Jetzt folgen die harten Gegner. Allerdings zeigen die Ergebnisse der anderen Paarungen, dass sich ganz offensichtlich auch die Favoriten schwer tun. Noch ist nicht aller Tage Abend.

Gehen wir's an!

Klaus Dilper

Einzelergebnisse

 

Spielbericht Verbandsrunde 2017/18 - 2. Runde - 7. Oktober 2017

Unnötige Schlappe gegen Balingen 5

An manchen Spielabenden fährt man frustriert zurück nach Hause. So auch diesmal nach unserer Pleite in Balingen.

Die Besetzung mit Klaus Hayer an Brett 1 ist ja mittlerweile unsere "Standard-Formation", also "ohne Zwei" ging's in die zweite Runde. Leider fehlte diesmal Peter Schröder, so dass wir hinter Brett 3 wieder maximal aufrücken mussten. Ich hatte zugegebener Maßen ein ungutes Gefühl - und dies wurde leider bestätigt.

Nach nur kurzer Spielzeit war klar, dass Christof Haberstroh an Brett 8 verlieren würde. Wie so oft in letzter Zeit mussten wir also einem Rückstand hinterherlaufen. Zum Glück gelang uns dies zuerst mühelos, denn Kevin spielte seinen Gegner an diesem Abend regelrecht an die Wand. Sein Mattangriff mit einem Figurenopfer war wirklich wie aus dem Lehrbuch. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch recht guter Dinge, dass es vielleicht doch besser laufen könnte als gedacht, denn Markus Reuff hatte eine Figur mehr auf dem Brett, Klaus Hayer an Brett 1 und ich an 2 standen leicht besser und alle anderen Partien standen ausgeglichen.

Bajram Hodza spielte eine wirklich schöne Partie, konnte aber sein Endspiel leider nicht gewinnen, denn seiner Gegnerin war es möglich durch ein Figurenopfer Bajrams Freibauern zu neutralisieren, so dass am Ende nur ein Endspiel König + Springer gegen König auf dem Brett blieb, was bekanntlich nicht zu gewinnen ist.

Und dann passiert das, was man hasst wie der Teufel das Weihwasser: Kurz hintereinander kippen die Partien an Brett 7 und 6 von Fritz Holzer und Hans Glück. Damit waren alle Remis-Angebote, die es in Folge mehrfach gab, abzulehnen - im Gegenteil: Klaus & Klaus mussten nun auf Gewinn spielen.

Klaus 1 hatte zeitweise einen Mehrbauern und stand klar besser, so dass ich mir bei einem weiteren Remis-Angebot Zeit lies, leider etwas zu viel. Bis zur Zeitkontrolle hatte ich noch 17 Züge in gerade noch 10 Minuten zu spielen. Nunmehr in Zeitnot spielte ich einen vermeintlichen Sicherheitszug und übersah dabei den eigentlich klaren Gewinnweg.

In der Zwischenzeit hat Markus Reuff seine Partie sicher heimgeschoben, wir lagen also nur noch einen Punkt zurück. Mein verbleibendes Figurenendspiel war tot-remis, aber mittlerweile hatte Klaus Hayer seine Partie auch "vergeigt", wie er es selbst nach der Partie bezeichnet hat. Die Partie lief aber noch. Was sollte ich tun? Mir war klar, dass ich das mögliche Bauernendspiel bei richtigem Spiel meines Gegners verlieren werde, weil ich in Zugzwang geraten würde; aber auf einen Fehler meines Gegners zu hoffen war die letzte Chance, hier mannschaftsmäßig noch zu retten was eigentlich nicht zu retten war. Und so kam es auch. Mein Gegner ließ sich nach reichlichem Nachdenken die Chance nicht entgehen und fand den Gewinnweg und ich verlor den "zweiten halben Punkt" - nach dem verpassten Gewinnweg - auch noch. 5 1/2 zu 2 1/2 war dann der Endstand nach 4 1/2 Stunden Rumgegurke.

Das Ergebnis suggeriert, dass Balingen uns an die Wand gespielt hat, aber das war nicht der Fall. Wir haben aber verdient verloren, weil wir die ständigen Rückstände hinten leider an den vorderen Brettern nicht ausreichend kompensieren konnten.

Wir spielen nun gegen den Abstieg, so traurig das ist.

Klaus Dilper

Einzelergebnisse

 

Spieltermine - Verbandsrunde 2019/20

14.09. Klosterreichenb. - Heuberg-Gosheim 2 4 : 4
28.09. Klosterreichenb. - Hechingen 1 5 : 3
19.10. Bising-Steinh. 2 - Klosterreichenb. 4 : 4
09.11. Klosterreichenb. - Rangendingen 2 5,5 : 2,5
30.11. Balingen 3 - Klosterreichenb. 4,5 : 3,5
14.12. Klosterreichenb. - Don.Tuttlingen 2 4 : 4
01.02. Heinstetten 1 - Klosterreichenb. 5 : 3
29.02. Klosterreichenb. - Do.Pfalzgrfwlr 2 2 : 6
28.03. Schömberg 1 - Klosterreichenb.      

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Zu unserem Spiel- und Trainingsabend treffen wir uns jeden Montag um 19.oo Uhr im "Alten Rathaus" in Klosterreichenbach neben dem Gasthaus Schützen.

Café-Schach ist jeden Sonntag 10-13 Uhr im Café am Eck in Baiersbronn.

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